Musik Beerdigung
Es ist immer schwer, wenn ein Mensch stirbt und damit eine oft nicht zu schließende Lücke im Leben der Hinterbliebenen hinterlassen.
Viele Menschen sind dann schon bei der Organisation der Trauerfeierlichkeiten überfordert.
Die Bestatter nehmen den Trauernden viele Wege ab und organisieren eine ganze Menge routiniert, aber dennoch müssen die Menschen einige Dinge selbst entscheiden.
So gehört die Auswahl an Musik für die Beerdigung selbst zu einer der schwierigsten Herausforderung. Viele Menschen greifen auf Gründen der Pietät auf das zurück, was die Bestattungsunternehmen als Auswahl anbieten. „Trauermarsch“ und Ausschnitte aus Beethovens und Mozarts Werken sind da die beliebtesten Titel.
Aber wenn man sich in Erinnerung ruft, dass diese Feier die letzte ist, die man für den verstorbenen Menschen ausrichten kann, drängt sich der Gedanke auf, dass er auch das Recht hat, mit der Musik aus dem Leben verabschiedet zu werden, die er als lebender Mensch gerne gehört hat.
Viele Bestatter bieten heute auch die Möglichkeit, eigene CD’s mitzubringen und abzuspielen. Klar ist, dass da „Schön ist es, auf der Welt zu sein“ von Roy Black oder „Humba Tätärä“ nichts zu suchen haben.
Aber was hindert die Trauernden daran, sich beispielsweise bei den getragenen Klängen von Jean Michelle Jarre oder dem „Ave Maria“ ebenfalls von Roy Black daran zu erinnern, wie sich der Verblichene für diese Musik begeistern konnte.
Das gilt auch für die anschließende Feier, die auf die Tradition des „Fell versaufen“ zurückgeht. Niemand muss sich dafür schämen, denn könnten uns die Verstorbenen noch etwas sagen, würden sie uns sicher mitteilen, dass wir uns auch weiterhin am Leben freuen sollen und sie trotzdem in liebevoller Erinnerung behalten können.