Chinesische Feier
Chinesen feiern meist intensiver und ausgelassener als wir Deutschen. Das wohl bekannteste chinesische Fest ist das Neujahrsfest, auch Frühlingsfest genannt. Es wird anders als bei uns, meist Ende Januar oder Anfang Februar gefeiert. Obwohl in China inzwischen offiziell auch der gregorianische Kalender gilt, wird das Neujahrsfest immer noch nach dem Mondkalender ganz im traditionellen Stil gefeiert.
Die Chinesen nutzen diese Feier um sich mit Verwandten zu treffen und dieses Fest mit Freunden und Verwandten zu begehen. Die gesamte Familie kommt meist bei den Eltern oder den Großeltern zusammen. Punkt Mitternacht werden in vielen chinesischen Großstädten die Feuerwerke entzündet. Aufgrund der hohen Brandgefahr sind aber in einigen Großstädten diese Feuerwerke mittlerweile verboten.
Viele Häuser sind rot geschmückt und selbst das Feuerwerk wird meist traditionell in rot gehalten. Damit soll das Jahresmonster „nian“ verabschiedet werden. Das Jahresmonster soll nach einer alten chinesischen Sage Angst vor der Farbe Rot und vor Lärm haben. Deshalb feiern Chinesen dieses Fest sehr ausgelassen. Das Fest endet am 15.Tag nach dem Neujahrsbeginn mit dem traditionellen Laternenfest.
Neben dem chinesischen Neujahrsfest gibt es auch noch andere, weniger bekannte Feste, wie das Totenfest, das Drachenbootfest und das Mittherbstfest.
Das Totenfest findet immer 106 tage nach der ersten Wintersonnenwende statt. Hier besuchen die Chinesen ihre Verstorbenen. Das Drachenbootfest wird am fünften Tag des fünften Monats nach dem Mondkalender statt und erinnert an den Dichter Qu Yuan. Das Mittherbstfest wird am 15.Tag des achten Monats nach dem Mondkalender gefeiert. Hierbei wird „Mondkuchen“ gebacken und dem Mondgott geopfert. Dieses Fest nennt man auch das Fest der Getrennten, da auch heute noch viele Chinesen aus beruflichen Gründen voneinander getrennt leben.